Heinrich Hoffmann

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Glore Gschischtle un gspässische Bilder.

Em Hoffmann Heiner sei „Fresche-Feger-Gschischtle“
uff gut pälzisch noochgedischt
vum Schlosser Franz

32 Seiten, Hardcover
ISBN 978-3-937467-88-7
12,90

Diese dialektale Nachdichtung der Bildrtgeschichten orientiert sich im Formalen strikt am Hoffmann’schen Original. Inhaltlich hingegen gibt es natürlich gewisse lokalkolorierte, d.h. die Eigenart des Handlungsraumes Pfalz und seiner Bewohner betreffende Abweichungen:
So heißen die „Akteure“ z.B. nicht Friederich, Philipp und Nikolas, sondern Friedel, Philpp und (Belze)Niggel. Und es ist nur allzu natürlich, dass, wenn die Handlung aus dem geographischen Niemandsland des Originals gelöst und in der (Vorder-)Pfalz lokalisiert ist, der „Himmelsglotzer“ (Hans Guck-in-die-Luft) in den Rhein stürzt, dass der wilde Jägersmann ein Otterstädter Wilderer ist und dass sich der vom bösen Friederich malträtierte Hund dadurch an seinem Peiniger rächt, dass er dessen „Wortschsupp“ und Wein, „e gudes Drebbel aus de Palz“ verkonsumiert.
Die Ausdrucksweise der Mundartversion ist volksnäher und weit weniger gespreizt als die des hochdeutschen Originals. So ist z.B. der Friedrich nicht „bitterböse“ sondern „de greeschde Rilps im ganze Land“, so maßregelt Philipps Vater seinen Sohn nicht mit den Worten „Ob der Philipp heute still wohl bei Tische sitzen will“, sondern viel effektiver mit „Philpp, Gewiddel Dunnerkeidel, hock disch hie, du Narrebeidel, un geb Ruh!“ Die Standardsprache ist die Sprache des Verstandes, die Mundart die des Herzens.

Wann die Kinner schää barieren,
ardisch sin, net dischbedieren,
wann se brav ehr Worschtsupp essen
un die Brotkruscht net vergessen,
wann se in ehrm Zimmer spielen
un net drauß im Dreck rumwiehlen,
un wann se de Mamme schää
folgen beim Spazieregäh,
dann gibts zu de Weihnachtssache
noch e Struwwelbuch zum Lache.