Günter Speyer

»Mit Leib un Seel erlebt«


Gedichte gege s Vergesse

88 Seiten, Hardcover,
mit Illustrationen

 

ISBN 978-3-937467-39-3

€ 12,50

Wer, wie der 1927 in Pirmasens geborene Günter Speyer, Kindheit und Jugend in der Zeit des Nationalsozialismus verbrachte, hat eine aufgewühlte und mit starken Erinnerungen behaftete Zeit erlebt. […] Hier in diesem Buch finden wir Gedichte, die im Abstand von 60-70 Jahren die Zeit des Nationalsozialismus aus der persönlichen Perspektive von jemandem verarbeiten, der damals Kind, Jugendlicher und junger Mann war. Scheinbar kleine Erlebnisse, die sich in der Erinnerung festgefressen haben, werden zum Kern von Texten, die in eindringlicher, oft sehr verhaltener und unaufdringlich gehaltener Sprache wie Mosaiksteinchen ein anschauliches Bild jener Zeit ergeben. Es sind Texte von großer Authentizität. Faszination und Grauen liegen dicht aneinander, Leib und Seele werden in Mitleidenschaft gezogen. Die Gedichte sind oft sentenzhaft kurz, führen in wenigen Begriffen oder Vergleichen zum Kern, oft mit sprachspielerischer Verdichtung […] Häufig finden sich lapidare Schlusszeilen, die entlarvend-trocken das vorher Gesagte kommentieren und zurechtrücken. Insgesamt zeigt sich hier auch, dass dies in pfälzischer Mundart sehr gut geleistet werden kann, wie insgesamt zu bemerken ist, dass auch solche Inhalte, wie sie Günter Speyer hier thematisiert, in Mundart einen sehr adäquaten Ausdruck finden können […] Hervorzuheben ist meines Erachtens auch, dass die Gedichte weder verharmlosend, noch mit erhobenem Finger anklagend daherkommen, sondern durch schlichtes, wenn auch künstlerisch geformtes Benennen den Leser/Hörer ergreifen. Ich kann mir vorstellen, dass sowohl Menschen, die diese Zeit mitgemacht haben, wie auch Jüngere in diesen Gedichten Nachdenkenswertes finden. Man kann diesen Gedichten, die einen schlimmen Abschnitt deutscher Geschichte verarbeiten, viele Leser wünschen.

Aus dem Nachwort von Rudolf Post