Ludwig Hartmann

»Kinnersprich vum Ludewig«

Ein pfälzisches Bilderbuch in Reimen für groß und klein
Mit Zeichnungen von Otto H. Schäfer

Herausgegeben von Walter Sauer

88 Seiten, Hardcover

 

ISBN 3-937467-20-3

€ 13,90

Das Buch, das hier in einer sorgfältig edierten Neuausgabe der Erstauflage von 1920 vorgelegt wird, gehört zweifellos zu den Pfälzer Mundartklassikern. Obwohl in vielem ganz der Zeit ihrer Enstehung in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts verhaftet – Ziegenstall, Dampflokomotiven, Tanzknöpfe oder von Hand gemolkene Kühe gehören schließlich nicht mehr zur Lebenswirklichkeit und Erfahrungswelt von Kindern (und Erwachsenen) –, haben die Gedichte heute nichts von ihrem Charme und Witz eingebüßt. Sie verdienen es, weiter bekannt zu bleiben oder zu werden.

Ufgebaßt!
Zwar Bilderbiecher hots genuch,
Jedoch ke Pälzer Kinnerbuch.
Un des isch doch e wahri Schand
For unser scheenes Pälzer Land!
Wu doch mir Pälzer weit un breit
Bekannt sinn als die gscheitschde Leit,

Un wu mir immer strunze wenn,
Daß mir die meischde Kinner hen.
Zwar sell isch wohr! Aus jedem Haus
Do guggen Sticker fuchzig raus.
Jedoch, wie jedes vun uns weeß,
Do sin se meischdens wild un bees,

Un frogt ihr mich, ihr Leit, warum?
Ha, weil die Langweil bringt se um,
Die hen jo nix zu lese noch,
E Kinnerbuch, des fehlt en doch!
In Pälzer Sprooch mißt ebbes her,
Dann hochdeitsch isch for die zu schwer!